Abfindung

Abfindung ist der Anspruch des weichenden Erben gegen den Hoferben auf Zahlung eines Geldbetrages (vgl. § 12 Abs. 1 HöfeO).

Durch die Hoferbfolge nach der HöfeO stellt sich die Situation der Erben wie folgt dar:

Der Hoferbe erwirbt den Hof in seiner Substanz unmittelbar. Für die weitere Erbauseinandersetzung zwischen dem Hoferben und den weichenden Erben tritt an die Stelle des Hofes in seiner Substanz der Hofeswert.

Zu den weichenden Erben gehören regelmäßig die Geschwister des Hoferben und ggf. auch noch der „eingeheiratete“ Elternteil.

Die Höhe der Abfindung des weichenden Erben richtet sicher einerseits nach seiner „Erbquote“ und andererseits nach dem Hofeswert. Die „Erbquote“  bestimmt sich nach den allgemeinen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Der Hofeigentümer und Erblasser kann durch letztwillige Verfügung die Erbquote der jeweiligen Erben abändern und damit die Höhe der Abfindung in bestimmten Grenzen anders festlegen.

Zum Hofeswert siehe den eigenständigen Beitrag.