Ehegattenhof

Nach dem Grundgedanken der HöfeO kann nur eine Person Eigentümer eines Hofes sein oder nur eine Person Erbe eines Hofes werden.

Ausnahmsweise können aber auch Ehegatten und damit also 2 Personen Eigentümer eines Hofes im Sinne der HöfeO sein, z.B. wenn beiden Ehegatten gemeinsam die Grundstücke des Hofes gehören (Bruchteils- / Gesamthandseigentum) oder aber die Ehegatten jeweils Alleineigentümer von Grundstücken sind, die von der Hofstelle des Hofes aus bewirtschaftet werden. Ein Ehegattenhof wird durch Eintragung des „Ehegattenhofvermerks“ im Grundbuch des Hofes begründet. Verstirbt einer der Ehegatten, so hat das bei einem Ehegattenhof zur Folge, dass der Hof im Erbfall auf den überlebenden Ehegatten übergeht (§ 8 Abs. 1 HöfeO) und dadurch vom „Ehegattenhof“ zum „Hof“ im Alleineigentum des überlebenden Ehegatten wird.

Auch wenn nach § 4 HöfeO im Erbfall der Hof nur auf einen Erben übergehen soll, schließt dass nicht aus, dass der Hofeigentümer und Erblasser eines Hofes ein Ehepaar zu Hoferben dieses Hofes bestimmen kann.

Als Pendant zum Ehegattenhof gibt es seit dem 27.11.2015 durch den neu eingefügten § 19 HöfeO auch den Lebenspartnerhof (=> Lebenspartnerhof).