Erbverzicht

Nach § 2346 Abs. 1 BGB können Verwandte sowie der Ehegatte des Erblassers durch Vertrag mit dem Erblasser auf ihr gesetzliches Erbrecht verzichten. Dieser Verzicht kann auch auf das Pflichtteilsrecht beschränkt werden (§ 2346 Abs. 2 BGB). Dieser Vertrag bedarf der notariellen Beurkundung (§ 2348 BGB)

Der Erbverzicht ist in  in der Höfeordnung nicht gesondert geregelt: Es gelten vielmehr die allgemeinen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

In Hofübergabeverträgen spielt ein solcher Erbverzichtsvertrag gelegentlich eine Rolle, wenn im Falle der Beteiligung weichender Erben diese gegen Zahlung einer Abfindung oder eines Geldbetrages auf eine Abfindung oder "weitergehende" Abfindung verzichten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber die Klarstellung im Hofübergabevertrag, ob mit diesem Verzicht auch ein Verzicht auf Nachabfindung bzw. Abfindungsergänzung verbunden sein soll: Regelmäßig ist ein so weitgehender Verzicht, der auch die Ansprüche auf Abfindungsergänzung / Nachabfindung mit erfasst, nicht sachgerecht.